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Goseck...Sonnenobservatorium...Schloss und Schlosskirche

Der Besuch von Goseck ist alternativlos. Wer das etwas außerhalb gelegene Sonnenobservatorium besucht sollte zusätzlich das in der Schlossanlage gelegene kleine Museum besuchen, anschaulich und auf wesentliche konzentriert. DieSchlossanlage ist aus einem verweltlichten Kloster heraus gewachsen. Es erfolgten viele Abrisse und Umbauten. Das Schloss ist nur von außen zu besichtigen, ein unspektakuläres architektonisches Ensemble, das seinen Charme aus dem Umfertigen bezieht. Teile der alten Klosterkirche sind auch noch erhalten, top saniert und unbedingt erforschen. Eine der wenigen noch erhaltenen Doppelkapellen, also Gottesdienst auf zwei Etagen. Das Museum ist selbsterklärend aber für das Sonnenobservatorium und die Kapelle werden Führungen angeboten. Am besten vorher anrufen und das Nötige organisieren. Beim Besuch der Schlossanlage auf jeden Fall einen kleinen Seitenausgang nutzen. Der dahinter gelegene Ausblick auf die Saaleebene kann auf einer Bank genossen werden. Von hier aus führt eine kleine ausgeschilderte Wanderroute zum Sonnenobservatorium. Ein Sandkasten für die Kleinen und etwas Gastronomie runden den Besuch ab. 

Hier finden sie interessante Links zu Goseck und seinen Sehenswürdgkeiten                                                                     

Routenplaner ...Geiseltalsee/ Braunsbedra nach Goseck

Gemeinde Goseck ....Allgemeines

Sonnenobservatorium Goseck

Goseck ...Sonstiges

Schloss Goseck ....aus Wikipedia

Schosskirche Goseck

Adalbert von Bremen...geboren in Goseck...aus Wikipeda

Das Wichtigste vorneweg. Das Sonnenobservatorium in Goseck ist eines der ältesten bekannten Sonnenobservatorien der Welt. Für einen gesunden Lokalpatriotismus ist es jedoch ausreichend sich zu merken, dass es sich um das älteste Sonnenobservatorium aller Zeiten auf diesem unseren Planeten handelt. .François Bertemes, Professor der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte sich entsprechend geäußert und dies sollte für uns interessierte Laien verbindlich sein. Für alles was länger als zwei Tage zurück liegt gibt es hundert verschiedene Versionen und wegen Goseck auch einen Sack voll Spezialisten, die alles besser wissen wollen, aber die zählen hier nicht.

Die beiden südlichen Tore und Zugangswege vom Mittelpunkt der Anlage aus gesehen weisen mit einer Genauigkeit von drei bis vier Tagen auf den Sonnenaufgang und -untergang zur Wintersonnenwende um das Jahr 4800 v. Chr. hin, das nördliche Tor weist annähernd genau auf den astronomischen Meridian, also nach Norden. Dass es sich um ein Observatorium zur Bestimmung der Wintersonnenwende handelt, gilt daher als wahrscheinlich.

Und nun schauen wir einmal, was die Großbritannier mit ihrem Stonehege so zu bieten habe. Die dortige erste Bauphase wird auf 3100 vor Christi datiert und liegt gefühlte Lichtjahre hinter der 4800 vor Christi in Goseck erbauten Anlage zurück. Nun hatten die Gosecker Altvorderen sicher auch die Option, unter enormen Anstrengungen große tonnenschwere Steinbrocken über hunderte von Kilometern zu ihrem Bestimmungsort zu transportieren. Statt dessen entschieden sie sich für die etwas praktischere Variante, fällten in den nahe gelegenen Wäldern einige Bäume und schnitzen sich daraus die erforderliche Anzahl an Pfählen. Schließlich hatte man noch andere Dinge zu erledigen. Das so mit viel Mühen steingebaute Obsevatorium in Stonhege hat keine Ewigkeit gehalten und auch der zweite Punkt geht eindeutig nach Sachsen-Anhalt. Wenn wir uns daran erinnern, dass die Himmelsscheibe von Nebra etwa 1600 vor Christi hier bereits in gebrauch war und in Stonhege immer noch um die Steine herum gebuddelt wurde, befanden wir uns hier bescheiden gesprochen bereits in einem Hightech-Zeitalter. Es gibt aber noch etwas eher Nebensächliches, das unschlagbar für Goseck spricht. Stonehege ist auf den Fotografien zwar wunderschön anzuschauen, aber vor Ort eine einzige Enttäuschung: eingezäunt, hohe Eintrittspreise und Menschenmassen wie im alten Rom. Na, da behaltet euer Weltkulturerbe und macht weiter so. Das Konzept für die Wiedererrichtung des Sonnenobservatoriums in Goseck wurde bestens umgesetzt.Wiederaufbau entsprechend den alten Pfahlspuren im Boden, keine Verkaufsstände in der Umgebung, freier Eintritt und Zutritt bis ins Innere der Anlage, Führungen vor Ort für 2 Euronen. Da kommt man gerne und es ist ein Ort der Stille geblieben. Er lässt uns ahnen, das und wie dort vor 7000 Jahren Menschen wie wir lebten, denn genetisch haben wir uns nicht weiter entwickelt.

 

 

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© Christian Kricke